31.03.2021 – Menschen & Leben

Eure grössten Date-Desaster

Wer daten will, hat es im Moment schwierig. Doch bereits vor Corona hatten es Singles nicht immer einfach. So auch unsere hellozurich-Leser*innen, die uns von ihren Horror-Dates erzählt haben.

Vollsuff am Nachmittag

«So wie viele andere auch, erlebte ich mein schlimmstes Date mit einem Tindermatch. Ich reiste für das Treffen extra von Zürich in die Thurgauer Pampa. Als ich dort gegen 15 Uhr ankam, umarmte mich meine Internetbekanntschaft zur Begrüssung stürmisch. Die Frau roch bereits ziemlich stark nach Alkohol. Auf unserem Spaziergang torkelte sie stark. Nachdem sie umgefallen war, setzten wir uns auf ein Bänkchen. Dort hörte ich mir noch ein viertelstündiges Lallkonzert von ihr an, bis ich sie zu Fuss nach Hause brachte. Danach machte ich mich sofort wieder auf den Rückweg.»
hellozurich-Leser, 30 Jahre

Zu wildes Herzpochen

«Über Tinder habe ich einen Medizinstudenten kennengelernt. Nach einigen Textnachrichten haben wir uns an der Limmat zum Pizzaessen verabredet. Während des Dates klagte er plötzlich über Schmerzen in der Brust und dass er keine Luft mehr kriegen würde. Er meinte, dass er vielleicht einen Herzinfarkt habe und deshalb sofort in die Notaufnahme gehe. Völlig überrumpelt liess er mich mit den zwei Pizzen am Fluss sitzen. Am nächsten Tag schrieb mir mein Date, dass er doch nicht im Spital gewesen sei und sich erholt habe. Es sei wohl eine Panikattacke gewesen. Das war hoffentlich das erste und einzige Mal, dass ich bei einem Mann solche Zustände ausgelöst habe.»
hellozurich-Leserin, 30 Jahre

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Ex-Knasti mit Schulden

«Nach meinem Australien-Aufenthalt war ich wieder bereit für eine Beziehung – und versuchte mein Glück auf Dating-Plattformen. Einen der Männer habe ich beim Stadelhofen getroffen und fand ihn vom ersten Moment an seltsam. Bei unserem Spaziergang am Seeufer erzählte er mir dann völlig beiläufig, dass sein halber Lohn gepfändet werde und er bis vor Kurzem im Gefängnis gesessen habe. Im Moment sei er noch auf Bewährung. Ich wusste überhaupt nicht, wie ich darauf reagieren soll. Zum Glück hatte ich mit meinem besten Freund ein Codewort vereinbart. Dieses tippte ich halb im Hosensack ein. Zwei Minuten später kam der erlösende Anruf. Mit der Ausrede, mein Hamster sei gestorben, habe ich den Typen stehen lassen. Ich habe ihn nie wieder gesehen. Aber ich hoffe, dass er sein Leben jetzt im Griff hat.»
hellozurich-Leserin, 26 Jahre

Plötzlich weg

«Ich habe mit dem Typen länger auf Tinder hin und her geschrieben – immer auf Englisch. Zehn Minuten vor dem eigentlichen Date schrieb er mir, dass er jetzt zu Abend esse und wir uns später treffen werden. Ich antwortete, dass ich irritiert sei und mich bereits auf dem Weg befinde. Im Lokal angekommen, musste ich ihn über zehn Minuten suchen. Er begrüsste mich in fliessendem Deutsch. Da er bereits ein Bier hatte, holte ich mir ebenfalls ein Getränk an der Bar. Als ich zurückkam, war er weg und sein Tinderkonto gelöscht. Da Zürich klein ist, habe ich ihn danach noch ein paar Mal zufällig gesehen. Gesprochen haben wir aber nicht mehr miteinander – weder auf Deutsch noch auf Englisch.»
hellozurich-Leser, 28 Jahre

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