Café Bar Chiffon

Nicht nur die Location der Café Bar Chiffon ist verspielt, sondern auch die Speisekarte. Ein kulinarischer Spagat, der gut ankommt.

Wo früher zarte Seide gelagert wurde, geniessen heute von der Studentin bis zum Nachtschwärmer feine Gerichte und Drinks in historischer Ambiance.

Filoteigtaschen mit Kräuterfeta und Ratatouille, Sandwich mit Steakstreifen, Chimichurri und BBQ-Sauce oder ein süsser Bananensplit: Das Menü des Chiffon ist abwechslungsreich. Und um einiges verspielter, als man es von einer selbst ernannten Café Bar erwarten würde. Seit Oktober 2020 hat die Stätte hier am Hirschengraben 36 seine Türen geöffnet. «Obwohl das Projekt eigentlich schon um einiges älter ist – die Idee dazu wurde bereits 2016 geboren», erklärt Morris Philipp Welti, Geschäftsführer und Mitgründer der Chiffon Café Bar.

«Es zog sich ewig in die Länge, da der Ort hier denkmalgeschützt ist.»

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«Das ursprüngliche Konzept stammte nicht von uns. Es zog sich ewig in die Länge, da der Ort hier denkmalgeschützt ist. Die Verhandlungen waren langwierig, Dutzende Anträge mussten eingereicht und geprüft werden», erklärt Morris. Irgendwann sei der ursprüngliche Betreiber abgesprungen. Morris und sein Geschäftspartner Christoph Föry, die zusammen schon die Café Bar Plüsch in Wiedikon betreiben, stiegen ein. «Heute kümmere ich mich primär um das Chiffon, Christoph ums Plüsch», so Morris.

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«Wir versuchen einen gewagten, aber sehr unterhaltsamen Spagat.»

Blickt man auf die Karte des Chiffon, wird anfangs nicht so recht klar, was einen hier im Florhof-Areal in der Nähe des alten Neumarkttors erwartet. Exotische Cocktails neben Apfelkuchen mit Vanillesauce, Chai Latte neben Rib-Eye Steak und Kräuterbutter, Dutzende verschiedene Biere neben veganen Bruschetta. «Wir sind eine Mischung aus Bar, Café und Resti. Wir versuchen einen gewagten, aber sehr unterhaltsamen Spagat», erklärt Morris. «Und bis jetzt kommt das Konzept sehr gut an.»

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Diesen Spagat spürt man nicht nur beim Blick auf die Karte. Vor allem spürt man ihn, wenn man Gast ist im Chiffon und sich umblickt. Vom Hirschengraben aus betritt man eine leicht erhöhte Terrasse, die im Schatten einiger Bäume liegt und Platz bietet für bunte Kaffeetische. Einem Biergarten ähnlich kann man von hier aus auf das Treiben auf der Strasse blicken, einen Kaffee, eine Stange Bier oder ein Stück Kuchen geniessen. Tritt man aber in den Innenraum des Chiffon, sticht einem sofort eine altehrwürdige Decke mit schweren Holzbalken und einem imposanten Mauerwerk ins Auge, und im Hintergrund eine fein sortierte, moderne Cocktailbar. «Hier befanden sich ursprünglich Stallungen und Abladestationen für Seide. Denn das Anwesen war früher lange Zeit eine Seidenfabrik. Daher auch der Name Chiffon, also Seide im Französischen», erklärt Morris.

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Und schlendert man weiter, tritt man – auf der anderen Seite des Gebäudes – in einen ruhigen und dicht bewachsenen Innenhof. Runde Pflastersteine, grüne Sträucher, Hecken und Bäume, dazwischen bemooste Vasen. «Hier kann man entspannt sein Essen geniessen, dazu ein gutes Glas Wein. Mitten im Grünen, mitten in der Stadt», führt Morris aus. Die Küche soll – so der Geschäftsführer – simpel und saisonal sein. Küchenchef Rico Büttner, der auch schon im Rosi gekocht hat, bringt dazu noch ein paar deutsche Einflüsse aus seiner Heimat mit. «Wir versuchen aber, vor allem regional zu kochen. Wir kochen hier keine Currys, sondern ehrliche Schweizer Küche mit einem modernen Twist», so Morris.

Im Innenhof wartet – verschlossen hinter einer weissen Holztür – ein weiteres Highlight der Gaststätte.

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Im Innenhof des Café Chiffon wartet – verschlossen hinter einer weissen Holztür – auch ein weiteres Highlight der Gaststätte: Ein ehemaliger Keller wurde zum Ort für Kochevents und Partys umfunktioniert. «Auch hier haben wir versucht, den Charme von früher zu erhalten.»

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Der Weg bis dahin sei allerdings sehr mühsam gewesen – auch hier seien zahlreiche denkmalpflegerische Hürden zu überwinden gewesen, erinnert sich Morris. Heute aber freut er sich riesig über das, was aus der ehemaligen Seidenfabrik geworden ist. «Wir haben mitten in der Stadt einen Ort geschaffen, der allen offensteht: vom Studenten, der sich zu Mittag ein Sandwich holt, über ein Paar, das hier am Abend ein Mehrgänge-Menü geniesst, bis hin zu den Nachtschwärmern, die im Chiffon ein paar Gläser Wein oder einen Cocktail geniessen, bevor sie weiterziehen ins Zürcher Nachtleben.»

Adresse

Café Bar Chiffon
Hirschengraben 36
8001 Zürich
+41 43 243 60 63
Website

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag, 8-23 Uhr
Freitag, 8-24 Uhr
Samstag, 10-24 Uhr

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