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Fünf Kuriositäten rund um die Welt der Väter

Woher stammt der Vatertag, wer hält den Rekord für die meisten Kinder und wieso leiden auch werdende Väter unter Schwangerschaftssymptomen? Skurrile Fakten rund ums Vater-Werden und Vater-Sein.

Woher kommt der Vatertag?

Ähnlich wie der Muttertag hat auch der Vatertag seinen Ursprung in den Vereinigten Staaten. Entscheidend für die Entstehung des Brauchs war die Amerikanerin Sonora Smart Dodd: 1910 setzte sie sich für einen Tag zu Ehren ihres eigenen Vaters ein. Dieser hatte nicht nur im Bürgerkrieg gekämpft, sondern auch Sonora und ihre fünf Geschwister allein grossgezogen. Jahrzehnte nach dem ersten Vatertag in den USA nutzte ein Berliner Herrenausstatter 1931 den Vatertag für Werbezwecke. Die Idee kam so gut an, dass der Vatertag sich in Europa etablierte.

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Der Skirennfahrer Luis Trenker und der Wrestler Ramjit Raghav wurden mit erstaunlichen 96 Jahren noch Vater.

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Wann findet der Vatertag statt?

Der Vatertag wird nicht überall auf der Welt am selben Tag gefeiert. Während er in Deutschland immer an Christi Himmelfahrt – also genau 39 Tage nach dem Ostersonntag – stattfindet, ehren Italiener*innen ihre Papis am 19. März, die österreichischen Nachbarn am zweiten Sonntag im Juni. Kurios: In China ist der Vatertag am 8. August. Der Grund dafür ist, dass «Vater» auf Chinesisch «bàba» heisst, was in der Landessprache sehr ähnlich wie «acht acht» klingt. Deshalb findet der Tag zu Ehren der Väter am achten Tag des achten Monats statt.

Wer ist der älteste Vater der Welt?

Dass Männer auch noch im hohen Alter Vater werden können, ist allseits bekannt. Zu den prominentesten betagten Vätern gehört der ehemalige Ex-Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Mit 89 wurde er noch einmal Papa. Den Spitzenplatz unter den ältesten Vätern teilen sich aber zwei andere: Alpin-Legende Luis Trenker und der ehemalige indische Wrestler Ramjit Raghav. Beide wurden mit erstaunlichen 96 Jahren noch Vater.

Können auch Väter an Schwangerschaftssymptomen leiden?

Morgenübelkeit, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, immer wieder stechende Schmerzen: Viele Frauen haben während der Schwangerschaft solche Beschwerden. Doch auch werdende Väter können vor allem in den letzten Monaten der Schwangerschaft der Frau unter solchen Symptomen leiden. In der Wissenschaft spricht man vom sogenannten Couvade-Syndrom. Die Gründe hierfür sind noch nicht genau erklärt. Vermutlich sind hormonelle Veränderungen dafür verantwortlich, zum Beispiel steigt bei vielen Männern der Prolaktinspiegel, wenn die Partnerin schwanger ist. Einige Evolutionsbiologen vermuten, mit diesem Mechanismus – gerne «Parallelschwangerschaft» oder «Symphatieschmerz» genannt – solle väterliche Fürsorge gefördert werden.

Sultan Mulai Ismail ben Chérif soll fast 900 Nachkommen gezeugt haben. 

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Wer ist der kinderreichste Vater weltweit?

Glaubt man dem Guinness-Buch der Rekorde, soll der Russe Fjodor Wassiljew der kinderreichste Vater aller Zeiten gewesen sein: Insgesamt 87 Kinder soll er bis zum Jahr 1782 gezeugt haben, darunter vier Mal Vierlinge, sieben Mal Drillinge und 16 Mal Zwillinge. Ob diese Überlieferung tatsächlich der Wahrheit entspricht, wird von vielen Fachleuten zumindest angezweifelt. Noch atemberaubender ist allerdings die Legende des marokkanischen Sultans Mulai Ismail ben Chérif, der von 1645 bis 1727 lebte. Laut Überlieferung soll der Herrscher in 30 Jahren mit seinen vier Ehefrauen und 500 Haremsdamen die unglaubliche Anzahl von 888 Nachkommen gezeugt haben.

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