Kultur & Nachtleben

Eventtipps: 5 Anlässe für einen nicht so trockenen Januar

Text: Alex Flach

Für Punks, für Whiskysüffler, für Podiumhorcher, für Geburtstagsfeierer und für Britrocker: Das sind unsere Eventtipps fürs Wochenende.

Vielen ist nicht ganz klar, warum ausgerechnet der Januar zum trockenen Monat erkoren wurde, gibt es nun doch wirklich Monate, die sich besser dazu eignen würden.

Freitag, 26. Januar: Open Whisky Tasting. Whisky Shop Neumarkt, ab 17 Uhr

Mit dem Dry January ist es so eine Sache: Vielen ist nicht ganz klar, warum ausgerechnet der Januar zum trockenen Monat erkoren wurde, gibt es nun doch wirklich Monate, die sich besser dazu eignen würden. Im Januar ist es früh dunkel, Outdoor-Aktivitäten werden meist durch frostige Temperaturen und mieses Wetter verunmöglicht, das Januarloch drückt auf Portemonnaie und Gemüt und das Nachtleben feiert gerade Hochsaison. Und dann kommt auch noch der Whisky Shop Neumarkt und spielt den Trigger mit einem Open Whisky Tasting. Dabei rückt er die Glasgow Distillery in den Fokus und man kann sich für zehn Franken Unkostenbeitrag an drei zu verkostenden Single Malts aus besagter Distillerie gütlich tun.

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«Klingt aufs erste Durchlesen nach der Masterarbeit eines Ökonomen, geht aber tatsächlich ums grosse Bummbumm.»

Freitag, 26. Januar: The Great Minimal Swindle. Photobastei, ab 19.30 Uhr

Die The Pulse of Techno-Exhibition (11. Januar bis 31. März) in der Photobastei beliefert Zürich nach wie vor Woche für Woche mit Podiumsdiskussionen und Panels für Menschen, denen elektronische Musik alles andere als egal ist (das komplette Programm gibts hier). Diesen Freitag diskutieren Gabriel Le Mar und Martin Glover alias Youth «über die Entstehung einer anarchischen elektronischen Musikszene, die sich vom allzu oft als dogmatisch-limitierend empfundenen Genrebegriff Techno emanzipiert hat.» Klingt aufs erste Durchlesen nach der Masterarbeit eines Ökonomen, geht aber tatsächlich ums grosse Bummbumm. Und unterhaltsam ises obendrein. Und da Gabriel Le Mar einer der Vertoner der legendären Space Night auf dem Bayrischen Rundfunk war, nutzen wir die Gelegenheit:

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Die Partytipps von Top 5

Subjektiv selektiert, chronologisch sortiert und von Personen zusammengestellt, welche die Zürcher Nacht lieben.

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«Sie holen sich auflegende Schützenhilfe bei niemand Geringerem als bei Frida Darko und bei Jake The Rapper.»

Freitag, 26. Januar: 8 Jahre Rund. Frieda’s Büxe, ab 23 Uhr

Happy Birthday, Rund. Die Zeit rast, denn bereits sind acht Jahre vergangen, als die allererste Rund das Nachtleben schöner gemacht hat. In dieser Zeit haben die Labelmacher Natch, Dani Posada und Ruben Coslada für viele Highlights gesorgt, nicht zuletzt mit ihren berühmt-berüchtigten Matinées. Anlässlich ihres achten Jubeltages holen sie sich auflegende Schützenhilfe bei niemand Geringerem als bei Frida Darko und bei Jake The Rapper (Titelbild), die dem geneigten Büxengänger und der emsigen Friedafreundin bestens bekannt sein dürften. Dani Posada macht das Wohnzimmer vollständig und im Salon spielen AndreasK und Natch ihre liebsten Scheiben.

«Eine traurige Scheibe ist es dennoch nicht geworden, trotz des gewohnt melancholischen Einschlags.»

Samstag, 27. Januar: The Vaccines. Mascotte, ab 19.30 Uhr

Die Vaccines haben ein neues Album. Es heisst Pick-Up Full of Pink Carnations, enthält zehn neue Songs und viele Gedanken über die Widrigkeiten des echten Lebens. Eine traurige Scheibe ist es dennoch nicht geworden, trotz des gewohnt melancholischen Einschlags. Bombastische Hymnen wie Sometimes, I Swear wechseln sich mit straight forward Nummern wie Lunar Eclipse ab und alles in allem macht Pick-Up Full of Pink Carnations einfach nur sehr, sehr grossen Spass. Erst reinhören, dann hingehen.

«Hier wird ganz organisch an Saiten gerissen, auf Drumkits eingeprügelt und ins Mikrofon geschimpft.»

Samstag, 27. Januar: The Bad Shapes. Safari Bar, ab 20.30 Uhr

The Bad Shapes stammen aus Technotown Berlin, sind aber alles andere als synthetisch. Hier wird ganz organisch an Saiten gerissen, auf Drumkits eingeprügelt und ins Mikrofon geschimpft. Punk in der altehrwüdigen Tradition eines Sid Vicious oder Joey Ramone. Nicht eben was für Freundinnen und Freunde wohlfeiler Weisen und opulenten Melodienbögen, aber dafür umso mehr für Personen, die wieder mal pögen möchten. Und nächstentags die blauen Flecken zählen.